Arbeitswelt im Wandel

Die immer weiter fortschreitende Globalisierung der letzten Jahrzehnte hat den Konkurrenz- und Innovationsdruck, auch auf deutsche Unternehmen, immer weiter erhöht. Die Geschwindigkeit mit der die technische Entwicklung voranschreitet, nimmt immer weiter zu und führt zu grundlegenden Veränderungen von Unternehmensstrukturen.

Getrieben vom Druck wachsender, globaler Konkurrenz und dem einhergehenden Mantra der Effizienzsteigerung und Kostenreduktion, wird zur weiteren Realisierung von Wettbewerbs-, Technik- und Kostenvorteilen, die Arbeitswelt immer schneller und immer tiefgreifender mit Technik zur Automatisierung, Kontrolle, Dokumentation, Kommunikation und Fehlervermeidung durchzogen.

Paradoxerweise jedoch, nehmen die meisten Personen und Arbeitnehmer die beschriebenen Veränderungen, trotz ihres unglaublichen Tempos, dennoch als einen schleichenden Prozess wahr, der nicht wirklich greifbar hier, jetzt und heute stattfindet und damit in den Augen Vieler auch kein Problem für sie selbst und ihren Arbeitsplatz darstellt. Mit dem rasanten Fortschritt der Technik steigen jedoch auch die Anforderungen an das Know-how und vor allem an die Flexibilität der Arbeitnehmer.

Zusätzlich zu den rasanten technologischen Veränderungen, in der "der Weg zur schlanken Fabrik" für viele Unternehmen im Vordergrund steht, kommen schon seit langem die Bedenken Vieler, dass wir in Zukunft alle bis 72 arbeiten müssen, wobei unser Rentenanspruch in den kommenden Jahren, trotz steigenden Rentenalters immer weiter sinken wird.

In diesem Umfeld ist es zunehmend schwerer, ältere Arbeitnehmer in Unternehmen zu integrieren und mit den stetig steigenden Anforderungen ihr Wissen, ihre Fertigkeiten und ihre Fähigkeiten zur effizienten Nutzung der neuen Techniken auf dem aktuellsten Stand zu halten.

Und vergessen wir nicht eine weitere existierende große Gefahr für jeden Einzelnen, die auch immer wieder in den Medien aufgegriffen wird. Stichworte wie "Gläserner Mitarbeiter" und "Mitarbeiterüberwachung" sowie "Datenschutz" spielen im Kontext der Automatisierung und Digitalisierung ebenfalls eine bedeutende Rolle, die leider allzu oft nicht in ihrer Gesamtheit erkannt wird.

Willkommen in der Industrie 4.0.

Die Aufgabe aller Gremien der Arbeitnehmervertretung wird es in den kommenden Jahren sein, dass sie auf diese grundlegenden Umwälzungen der Arbeitswelt reagieren müssen. Sie haben die Aufgabe aktuelle Entwicklungen die zu grundlegenden Änderungen der Rahmenbedingungen führen können, zunächst einmal zu erkennen, um mit ggf. neuen oder zumindest auf die stetig wachsenden und wechselnden Anforderungen angepassten Formen der Mitbestimmung reagieren zu können. Diese Aufgaben anzunehmen ist erforderlich, um einer langsamen, aber stetigen Aushöhlung ihrer lang verbrieften Rechte entgegenzuwirken und das Instrumentarium ihrer Handlungsmöglichkeiten in der Mitbestimmung unter sich ändernden Spielregeln wirksam zu halten. 

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